
Der Tag
hr·Hosted by Karen Fuhrmann, Jessy Trommer, Doris Renck and Oliver Glaap·159 episodes
"Ein Thema, viele Perspektiven" - von Montag bis Donnerstag immer ein Thema, das Fragen aufwirft. "Der Tag" sucht Antworten, beleuchtet Hintergründe, ordnet ein. Und spricht mit Menschen, die zum Thema etwas zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus vielen
Why listen
Der Tag takes one question from the German news cycle and slows it down enough to make sense of it. Rotating hr moderators such as Karen Fuhrmann, Jessy Trommer, Doris Renck, Isabel Reifenrath, and Oliver Glaap bring in correspondents, researchers, journalists, and people directly connected to the issue, so each episode feels like a compact public-radio forum rather than a headline recap. It is a strong fit for German-speaking listeners who want context on politics, society, culture, health, and global affairs without committing to a serialized show.
Episodes
Wir befinden uns in einer Umbruchphase und das auf mehreren Ebenen. Es sind nicht nur der Klimawandel und die Zeitenwende durch den Ukrainekrieg. Dazu kommen massive Migrationsbewegungen und die Veränderungen in der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz. Viele Menschen haben große Ängste, psychische Probleme nehmen zu, die Zukunft wird als bedrohlich und ungewiss empfunden. Kein Wunder, dass Helden Konjunktur haben. Im Kino z. B. Superman und Supergirl und eine neue Ausgabe der Odyssee. Waren die von Feministinnen und einigen Kulturwissenschaftlern in der Nachkriegszeit ausgerufenen postheroischen, friedliebenden Zeiten nur ein kurzes Intermezzo? Brauchen wir wieder die großen Heldenerzählungen für eine Gesellschaft, in der jeder versucht, Verantwortung zu übernehmen und bereit ist, Opfer zu bringen? Darüber wollen wir sprechen mit dem Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger, mit dem Kulturwissenschaftler Niels Werber, mit dem in Amerika lebenden Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt, der sich mit der Heldeninszenierung von Donald Trump beschäftigt, und mit dem Psychologen Stephan Grünewald, dessen jüngstes Buch über unsere verunsicherte Gesellschaft „Wir Krisenakrobaten“ heißt. Podcast-Tipp: Matthay fragt Was lehren uns vergessenen Heldinnen wie Hedy Lamarr, Filmstar und Technikpionierin? Warum wurden sie nie gefeiert? Sind Heldinnen überhaupt noch zeitgemäß? Sabina Matthay fragt Stefanie von Wietersheim, die sich mit vergessenen Heldinnen befasst hat. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1b3af7286b9f9679/
Die USA geben der Ukraine endlich Patriot-Abwehrraketen. Die NATO hat ein 140-Milliarden-Euro-Paket geschnürt. Die EU will mit der Ukraine zusammen an einer gemeinsamen Raketenabwehr arbeiten und Frankreichs Präsident Macron kündigt multinationale Truppen an, die schon jetzt in den Nachbarländern der Ukraine für die Sicherung eines Waffenstillstands üben sollen. Russland leidet unter den ukrainischen Angriffen auf seine Ölversorgung. Alles gute Nachrichten für die Ukraine. Aber reicht das? Hinter den Kulissen bröckele der Beistand, ist zu lesen. Und die Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter seien nicht ausreichend. Der Ukraine fehlt es an Soldaten. Die Friedensverhandlungen stocken seit Monaten. Manche Experten beschwören die nukleare Eskalation als mögliches Ende des Ukraine-Krieges herauf. Nur, wo steht der Ukraine-Krieg wirklich? Das versuchen wir herauszufinden mit dem in Moskau lebenden Journalisten Michael Thumann, unserem Korrespondenten in Kiew Stephan Laack und den Politikwissenschaftlern Nico Lange und Johannes Varwick. Moderatorin ist Isabel Reifenrath. Podcast-Tipp: Was tun Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet. https://www.ardsounds.de/sendung/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/urn:ard:show:79c63b8ea9460080/
Es sind fünf Jahre vergangen seit der verheerenden Flut im Ahrtal. Die Zerstörungen sind noch nicht alle beseitigt, die Trauer um die Toten dauert an und auch die materiellen Verluste sind für viele schwer zu verarbeiten. Die Fluten haben vieles weggeschwemmt. Leben, Erinnerungen, Zukunft. Aber es gibt auch viel Resilienz, den Willen weiterzumachen, einen Neuanfang zu wagen, wiederaufzubauen. Und wenn es wieder passiert? Wären wir besser vorbereitet? Darüber wollen wir sprechen mit Klaudia Skodnik vom Verein Fortuna hilft, der sich z. B. um traumatisierte Kinder kümmert. Mit der Filmemacherin Susanne Jäger, die in der Flutnacht ihren Vater verloren hat. Mit Edith Wallmeier vom ASB Bundesverband, der eine Studie zur gesellschaftlichen Resilienz nach der Flutkatastrophe vorgelegt hat. Christoph Zielhofer, Geologe an der Uni Leipzig, beschäftigt sich mit Umweltkrisen, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Klimaveränderungen. Und Jörn Brinkmann von der Uni Stuttgart entwickelt Strategien zum Schutz vor Extremwetter und Naturkatastrophen. Podcast-Tipp: Die Flut - Warum musste Johanna sterben? Juli 2021: Die 22-jährige Johanna Orth aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auf dem besten Weg in eine erfüllte Zukunft. Dann reißt sie die Flutwelle aus dem Leben. Der Host Marius Reichert begibt sich zusammen mit ihren Eltern auf die Suche nach Antworten rund um die Ereignisse dieser verhängnisvollen Nacht: Wie kam Johanna ums Leben? Wie konnte es so weit kommen? Warum wurde Johanna nicht früher gewarnt? Wer trägt Verantwortung? https://www.ardsounds.de/sendung/die-flut-warum-musste-johanna-sterben/urn:ard:show:5a0051350237e3c9/ Hier geht’s zur Dokumentation unserer Gesprächspartnerin Susanne Jäger: Allein in der Flut https://www.ardmediathek.de/video/allein-in-der-flut/allein-in-der-flut-mein-vater-und-die-toedliche-nacht-im-ahrtal/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZDliMDgxMzctZmM0Mi00YjRhLTgwNjctNmQzYTRjYWIzOTBk
Ohne das Informationsfreiheitsgesetz hätten Journalisten und Transparenzplattformen wohl nie die Maskendeals während der Corona-Pandemie aufdecken können. Auch der Skandal um die Einführung der Autobahnmaut kam dank des Informationsfreiheitsgesetzes ans Licht. Seit 20 Jahren ermöglicht es die Einsicht in die Akten der Behörden. Bisher ist jeder berechtigt, einen Antrag zu stellen. Nun will die Bundesregierung diesen Vorgang erschweren. Nur noch “natürliche Personen” sollen antragsberechtigt sein und künftig soll man begründen müssen, warum man welche Akten einsehen will. Außerdem sollen die Kosten nicht mehr gedeckelt werden. Als Grund nennt die Regierung die aktuelle Bedrohungslage. Die Opposition und Journalistenverbände kritisieren die geplanten Änderungen. Sie befürchten die Abschaffung der Informationsfreiheit. Ein breites Bündnis aus mehr als 100 Organisationen fordert in einem offenen Brief: “Hände weg vom IFG!” Darüber diskutieren wir mit dem Journalisten Jost Müller-Neuhof vom Tagesspiegel, mit Arne Semsrott von FragDenStaat und mit dem Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl. Isabel Reifenrath moderiert. Podcast-Tipp: MDR Aktuell Das Interview Transparency International Deutschland kritisiert die Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz. Was die Geschäftsführerin Christin Lüttich dazu sagt, hören Sie in diesem Podcast. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:667b41fd57c4e6bd/
Die NATO befindet sich in einer paradoxen Situation: Einerseits wird sie, angesichts der Krisenherde, so dringend gebraucht wie seit Jahrzehnten nicht. Andererseits schürt US-Präsident Donald Trump Zweifel, ob sich die Europäer im Ernstfall weiterhin auf Washington verlassen können. Das führt dazu, dass Europa beginnt, seine Sicherheit ohne Amerika zu planen. Die Zeiten, in denen das Schicksal der NATO untrennbar mit den USA verknüpft war, sind vorbei. Was aber bedeutet es für uns, wenn Abschreckung und Verteidigung plötzlich allein europäische Aufgaben sind? Diese Frage beschäftigt den NATO-Gipfel in Ankara und auch wir wollen darüber reden. In der Sendung spricht Ulrich Sonnenschein mit Aylin Matlé vom Zentrum für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, mit Wiebke Hönicke, Offizier der Bundeswehr, mit Kristina Karasu, Dokumentarfilmautorin in Istanbul und Anne Schneider, der Korrespondentin beim NATO-Gipfel in Ankara. Podcast-Tipp: 11KM - Der tagesschau-Podcast Zerbricht die NATO an Donald Trump? In dieser 11KM-Folge erzählt BR - Experte für Sicherheit, Clemens Verenkotte, wie sich Trumps Haltung zur NATO seit dem Iran-Krieg verändert hat und wie sich Europa und Kanada in Stellung bringen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ebc8485bfe341c45/
Hitze, Ferien, Freibad - das gehört einfach zusammen. Es ist gesund, sich abzukühlen, egal ob beim Bahnen schwimmen, beim Rutschen oder Springen. Weniger gesund und trotzdem ein Muss: Eis und Pommes. Da hört der Spaß mittlerweile aber auch auf. In diesem Sommer nerven eingeschränkte Öffnungszeiten wegen Personalmangels, lange Schlangen am Eingang und dann auch noch Regelverstöße, die allen Stress machen. Manche Bäder schließen sogar ganz und Kindern fehlt die Gelegenheit, Schwimmen zu lernen. Freibäder sind unverzichtbare Erholungsinseln, Treffpunkt, Orte des Sportes und des sozialen Miteinanders - am Beckenrand sind schließlich alle gleich. Was kann also helfen, sie zu erhalten? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Volker Nies vom Betreiber des Freibades Rosenau in Fulda, Martin Holzhause von der DLRG, dem ehemaligen Profi-Schwimmer Thomas Lurz und der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Podcast-Tipp: Radiowissen Das Freibad - Badespaß mit Geschichte Anfang der 1920er erlebte Deutschland einen Boom von neu gebauten "Freibädern". Einerseits hieß "frei", nicht in Hallenbädern schwimmen zu müssen. Andererseits bedeutete "frei" eine Gleichberechtigung jeglicher Form. Frau und Mann, Reich und Arm, alle sonnen sich und baden vereint unter freiem Himmel. Ein Podcast von Martin Trauner https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:8598e84c67c34122/
Ein elegantes Bike, das leicht und schnell über den Asphalt fliegt. Es trägt Sportler über französische Alleen, durch Wälder, vorbei an Königsschlössern, über die Pässe in den Pyrenäen oder unzählige Serpentinen hoch nach Alpe d'Huez. Für die Fahrer bedeutet das Strapazen bis über die Schmerzgrenze hinaus, immer begleitet vom Risiko eines Sturzes. Aber es gibt auch die Hoffnung auf den ganz großen Erfolg im Radsport. Es ist eine inspirierende Quälerei, die da in den nächsten Wochen bei der Tour inszeniert wird. Denn tatsächlich ist Rennrad-Fahren in den letzten Jahren populär geworden. Nicht zuletzt auch bei Frauen, die die eleganten Fahrräder für sich entdeckt haben. Worin liegt die Faszination? Warum heißt ein populäres Rennrad-Portal im Netz „quäldich.de“? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit der Hobby-Sportlerin Franziska Hildenbrandt, die nicht nur Fahrrad fährt, sondern auch Marathon läuft. Vom Kulturwissenschaftler Frank Leinen erfahren wir, warum wir so fasziniert sind von den "Helden auf Rennrädern", wir schalten aktuell zur Tour de France und wir lassen uns von unserem Kollegen Jean-Marie Magro von der Schönheit des Radelns durch Frankreich erzählen. Podcast-Tipp: Sportschau Tourfunk Im Tourfunk der Sportschau werden die aktuellen Themen des Radsports diskutiert und die Hintergründe beleuchtet. Bei der Tour de France berichtet dieser Podcast täglich über das Wichtigste rund um das größte Radrennen der Welt. https://www.ardsounds.de/sendung/sportschau-tourfunk/urn:ard:show:ba042ad385587339/
Vor 250 Jahren haben sie sich losgesagt von einem König, den sie als Tyrannen empfanden. Sie haben ihre Unabhängigkeit erklärt, um politisch selbst zu bestimmen - über ihr Leben, ihre Freiheit und ihr Streben nach Glück. 13 englische Kolonien, aus denen dann die Vereinigten Staaten von Amerika hervorgingen. In den zweieinhalb Jahrhunderten danach haben die USA viel Wertvolles geschaffen bei sich und in anderen Teilen der Welt: Ein demokratisches System, viel wirtschaftlichen Reichtum und einen unverwechselbaren „way of life“. Nicht alle in und außerhalb der USA sind damit glücklich und frei geworden. Die indigene Bevölkerung, deren Geschichte viel weiter zurückreicht als schlappe 250 Jahre, wurde vertrieben und unterdrückt. Die Ahnen der heutigen afroamerikanischen Bevölkerung wurden versklavt und auch viele ihrer Nachfahren wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Fortschritte und Rückschläge haben die USA politisch und gesellschaftlich auf Gipfel und an Abgründe geführt. Unter ihrem jetzigen Präsidenten sollen sie nun „wieder groß“ und an erster Stelle stehen. Bei den einen ruft das so viel Jubel hervor wie vor 250 Jahren die Erklärung der Unabhängigkeit. Aber die anderen sehen ihre Freiheit und ihre Demokratie von einem „Tyrannen“ bedroht, und sie wehren sich dagegen - wie vor 250 Jahren bei der Erklärung der Unabhängigkeit. Was ist das für eine Nation, die nun mit Ecken und Kanten ihren runden Geburtstag feiert? Und was bräuchte sie auf ihrem Gabentisch, damit endlich mal alle mitfeiern können? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der US-amerikanischen Journalistin und Podcasterin Jiffer Bourguignon, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook (Bertelsmann-Stiftung), der Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier (University of California) und dem Ethnologen Markus Lindner (Uni Frankfurt). Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! Ingo Zamperoni ist mit der US-Amerikanerin Jiffer Bourguignon verheiratet. Der Moderator der tagesthemen und die US-Journalistin haben Familie und viele Freunde in den Staaten, die sich ideologisch immer mehr voneinander entfernen. Das Rekord-Tempo und die weitreichenden Umbrüche, mit denen US-Präsident Donald Trump gerade die amerikanische Demokratie auf den Kopf stellt, betreffen die beiden daher persönlich. Ingo und Jiffer beobachten und analysieren die aktuellen Entwicklungen in der US-Politik und welche Auswirkungen sie auch auf uns in Deutschland und Europa haben. Der Podcast erscheint jede Woche neu. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/
80 Jahre ist es am 30. Juni her, dass in Hessen nach Nazi-Diktatur und Zweitem Weltkrieg zum ersten Mal wieder eine freie Wahl stattfand: Die Wahl zur „Verfassung beratenden Landesversammlung Groß-Hessens“. Ihre Aufgabe: Für das neue Bundesland Hessen eine neue Verfassung entwerfen! So wie es einige Jahre später der „Parlamentarische Rat“ für die gesamte Bundesrepublik getan hat. Was uns also heute „selbstverständlich“ vorkommt - dass Hessen einen Landtag, eine Landesregierung und einen Staatsgerichtshof hat - ist damals ausgestaltet und festgeschrieben worden. Von 86 Männern und 4 Frauen. Eine davon: Elisabeth Selbert, die später quasi im Alleingang dafür sorgte, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz kam. Gerade die Geburt der hessischen Demokratie vor 80 Jahren zeigt also, wie schwierig es war (und ist?), das durchzusetzen, was uns heute so „selbstverständlich“ vorkommt: Dass Frauen gleichberechtigt sind, dass sie in Parlamenten genauso vertreten sein sollten wie in der Bevölkerung und dass wichtige politische Ämter ihnen genauso offenstehen wie Männern. Was damals - gerade auch von Frauen - geleistet worden ist in der Landesversammlung Groß-Hessens, das lebt bis heute weiter in der Hessischen Verfassung. Aber viele fürchten, dass sich unsere 80-jährige Demokratie gerade in schlechter Verfassung befindet, weil wir sie viel zu lange als „selbstverständlich“ angesehen haben. Dabei gilt es heute genau wie damals herauszufinden: Wie geht eigentlich Demokratie? Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann (CDU), mit dem Verfassungshistoriker Ewald Grothe, mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Ley und der Demokratieforscherin Ursula Birsl (Uni Marburg). Podcast-Tipp: WDR5 Das politische Radio Demokratie gilt vielen als beste Staatsform. Doch was macht sie eigentlich aus? Von den Wurzeln in Athen bis zu Dauerwahlkampf, Volkssouveränität und der Frage, welche Tugenden sie braucht: Darüber spricht Philosoph Roland Henke mit Moderator Jürgen Wiebicke. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e7b85345d45b7d3c/
Wenn die ganz große Hitze vorbei ist, wird es schwül und auf eine andere Art schwer erträglich. Hitze, Wassermangel und dann Unwetter und Starkregen - der Sommer hat kaum begonnen und schon zeigt er sich von seiner extremen Seite. Was wird da noch auf uns zukommen? Müssen wir den Sommer fürchten? Darüber spricht Doris Renck mit dem ARD-Meteorologen Martin Gudd. Welchen Einfluss höhere Temperaturen auf unsere Gesundheit haben, zeigt Alexandra Schneider, die dazu am Helmholtz Zentrum in München forscht. Aber lassen wir uns Angst machen? Wie wir mit dem mulmigen Sommer-Gefühl umgehen können, ohne einfach alles zu verdrängen, verrät uns die Psychologin Lea Dohm. Und am Ende ist der Sommer auch Ferienzeit und wir wollen von der Tourismusforscherin Sabrina Seeler wissen, ob die Hitze auch die Reisegewohnheiten der Deutschen verändert, ob „Coolcation“ wirklich ein Trend wird. Xxx Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Nova - Unboxing News Hitzewelle - Wie unsere Städte kühler werden Stefan arbeitet mit 230 Grad heißem Asphalt - mitten in der Hitzewelle. Während Deutschland schwitzt, trifft Hitze manche Menschen besonders hart. Unsere Städte werden immer heißer - aber sind sie darauf vorbereitet? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cd20bf7c272f09fa/
Sie rollt und rollt und rollt: Die Vespa. Sie ist Kult geworden. Dabei ging es Enrico Piaggio vor 80 Jahren vor allem darum, in der Nachkriegsgesellschaft ein sparsames, einfaches Fortbewegungsmittel auf den Markt zu bringen. Schnell kurvte die Vespa auch durch Filme. Ihre Erfolgsgeschichte nahm mit „Ein Herz und eine Krone“ und Audrey Hepburns Abenteuertour durch Rom richtig Fahrt auf. In Rom wird es zum 80. Geburtstag ein großes Vespa-Treffen geben, denn sie rollt bis heute. Die ältesten Modelle sind Wertanlagen, die neuesten könnten als Elektroroller wesentlicher Teil der mobilen Zukunft sein. Wie konnte die Vespa diesen Kultstatus erlangen? Wie hat sie sich in den 80 Jahren weiterentwickelt? Und was macht den Roller bis heute attraktiv? Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit dem Präsidenten des Vespa Clubs von Deutschland Christian Laufkötter, mit Günther Uhlig, Autor des Buches „Vespa: Die Geschichte des Kultklassikers“, mit der Konsumentenpsychologin Janina Steinmetz und dem Mobilitätsforscher Andreas Knie. Podcast-Tipp: Land & Leute Mit der Vespa ans Nordkap Von einer Reise ans Nordkap träumen viele! Der Saarländer Klaus Altenhofer hat diesen Traum wahr gemacht - auf einer fast 70 Jahre alten Vespa. Ein Saarländer auf der "Reise seines Lebens". Ein Feature von Uwe Jäger. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6011cd6731829651/
Kriege, Krisen und Konflikte. Armut, Natur und wilde Tiere. Wenn in Europa über den afrikanischen Kontinent gesprochen wird, dann greifen wir im Kopf oft in die Klischeekiste. Die Forschung zeigt: Das Wissen der meisten Menschen in Deutschland über den zweitgrößten Kontinent der Erde ist erschreckend gering und durch eine oft einseitige Berichterstattung schrumpft es eher, als dass es wächst. Selbst jetzt, während der Fußball-Weltmeisterschaft, zeigt die Debatte über das Können afrikanischer Teams koloniale Stereotype. Warum wird in alten Denkmustern verharrt? Welche Folgen hat ein Desinteresse auf den Alltag afrikanischstämmiger und Schwarzer Menschen in Deutschland? Und wie gelingt der Ausbruch aus der kolonialen Denkfalle? Darüber spricht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Frankfurter Ethnologen und Autor des neuen Sammelbands „Afrika-Wissen“ Hans Peter Hahn, mit der Frankfurter Autorin Mirrianne Mahn über Afrikabilder und Alltagserfahrungen und mit dem Politologen Joshua Kwesi Aikins über Kolonialgeschichte und ihre Folgen. Außerdem reisen wir mit der Bike-Packerin Wiebke Lühmann 20.000 Kilometer per Rad quer durch die reale Vielfalt von 18 der 54 afrikanischen Staaten. Podcast-Tipp: Weltspiegel Podcast Afrikas Vielfalt statt Klischees: Georg Restle im Gespräch Von Kenia aus berichtet Georg Restle als ARD-Korrespondent aus mehr als 30 afrikanischen Ländern südlich der Sahara - von Nigeria bis Tansania, von Äthiopien bis zur Demokratischen Republik Kongo. In einige Länder seines neuen Berichtsgebiets kann er als ausländischer Journalist zurzeit gar nicht oder nur unter sehr widrigen Bedingungen einreisen. Wir erfahren aber auch, welche positiven Impulse von den Ländern des afrikanischen Kontinents ausgehen und worauf sich Restle persönlich bei seiner neuen Aufgabe freut. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d4a0541bed76d313/
Die Welt besteht noch zu einem Drittel aus Wald. In den letzten einhundert Jahren haben wir eine Fläche Wald, die zwei Mal so groß wie Australien ist, verloren. Dabei ist der Wald der Ort, wo wir Schatten und Erholung finden und gleichzeitig ist er die Klimaanlage der Erde. Jeder verlorene Baum bedeutet, dass sich der Klimawandel beschleunigt. In Europa wird deshalb längst aufgeforstet. In Deutschland diskutiert man, wie der Wald von morgen aussehen sollte. Das Bundeslandwirtschaftsministerium empfiehlt die so genannte “assistierte Migration”. Sie wirft aber die Frage auf, welche neuen Baumarten unsere Wälder retten können oder ob sie auch neue Risiken mit sich bringen. Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Biologen Pierre L. Ibisch, Christoph von Eisenhart Rothe von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Hessen und dem Philosophen und Waldkauz Ulrich Holbein. Außerdem stellen uns der Geoinformatiker Fabian Faßnacht und die Ökologin Deike Lüdtke zwei Forschungsprojekte vor, die den Wald retten könnten. Podcast-Tipp: Peter Wohlleben - Der mit dem Wald spricht Förster und Autor Peter Wohlleben ist der Mann, der mit dem Wald spricht. Er kennt die Geheimnisse dieses faszinierenden Orts - und in diesem Podcast verrät er Woche für Woche ein neues. https://www.ardsounds.de/sendung/peter-wohlleben-der-mit-dem-wald-spricht/urn:ard:show:69e41855f55650ed/
Schneller als erwartet hat US-Präsident Trump das Rahmenabkommen mit dem Iran unterzeichnet. Und seitdem muss sich zeigen, was dieses Papier am Ende wert ist. Werden irgendwann die Waffen dauerhaft schweigen, zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite? Wird Ruhe einkehren im Iran, in Israel, im Libanon und in den Golfstaaten? Und wird die „Straße von Hormus“ wieder gefahrlos passierbar sein? Das sind die drängendsten Fragen. Aber es sind bei weitem nicht die einzigen, und es sind längst nicht alle wichtigen Fragen. Ob von Frieden die Rede sein kann im Nahen und Mittleren Osten, das entscheidet sich daran, wer in diesem Krieg was gewonnen und was verloren hat. Wie stehen nun die Kriegsparteien da, das Mullah-Regime in Teheran und die Regierungen in Washington und Jerusalem? Unter welchen Umständen sind sie bereit, die Füße still zu halten, und was könnte sie zu einer Fortsetzung des Krieges provozieren? Welche roten Linien könnten bei weiteren Verhandlungen gezogen werden? Und welche Zukunft haben die Menschen im Iran und im libanesisch-israelischen Grenzgebiet, über deren Köpfe hinweg dieser Krieg angezettelt worden ist und die bis heute darunter leiden? Moderatorin Hadija Haruna-Oelker spricht darüber mit der deutsch-iranischen Journalistin und Menschenrechtlerin Daniela Sepehri, mit dem deutsch-iranischen Politikwissenschaftler Ali Fathollah-Nejad, mit Georg Löfflmann, Dozent für US-Außenpolitik an der Queen Mary Universität London und mit Peter Lintl, Israelexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Podcast-Tipp: Amerika verstehen Von George Washington bis Trump: Der deutsch-amerikanische Historiker Volker Depkat erklärt, wie die USA ticken und räumt mit transatlantischen Irrtümern auf. Er blickt mit uns in die Geschichte, damit wir die turbulente US-Politik verstehen. https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-verstehen-mit-volker-depkat/urn:ard:show:a237d7fcfddcad5f/
Immer mehr Kinder können nicht ausreichend rechnen. Mittlerweile verlässt jeder zwölfte Schüler die Schule ohne Abschluss. Der Nationale Bildungsbericht zeigt schlechte Leistungen bei Kindern aus Familien, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Schwierigkeiten haben auch Kinder, deren Eltern alleinerziehend sind, selbst einen geringen Bildungsabschluss oder einen Migrationshintergrund haben. In Deutschland gibt es 350 verschiedene Maßnahmen gegen Bildungsungleichheit. Nur erfolgreich scheinen diese vielen Maßnahmen nicht zu sein. Die Bundesregierung will Eltern und Kitas stärker in die Pflicht nehmen. In Hessen wird zwar so viel Geld wie noch nie für die Bildung ausgegeben, aber bei den Gesamtschulen werden 70 Millionen Euro eingespart. Dagegen wird demonstriert. Die Politik argumentiert, dass weniger Geflüchtete gekommen seien und der Förderbedarf sinke und die meisten Kinder ohnehin mittlerweile zusammen in einer Klasse unterrichtet würden. Ist es also kein Problem, an Gesamtschulen und Förderschulen zu sparen? Was wäre nötig, um unser Bildungssystem gerechter zu machen und allen Kindern eine gute Chance zu geben? Darüber diskutiert Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Schülersprecher Luca Albert Dobrita und dem Schulleiter Thorsten Giese, den Bildungsforschern Prof. Dr. Kai Maaz und Dr. Cornelia Gresch. Podcast-Tipp: Die Schule brennt - der Bildungspodcast mit Bob Blume Im Bildungssystem herrscht Reformstau. Die schulischen Leistungen gehen messbar zurück, es fehlen tausende Lehrkräfte bei gleichzeitig wachsender Bildungsungerechtigkeit. Und dann noch KI! Es gibt in Schulen aber auch tolle Entwicklungen, von denen andere lernen könnten. Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Im Podcast sucht er mit Fachleuten nach Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen. Jede Woche Montag gibt es eine neue Folge. https://www.ardsounds.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/
Ein gebrochenes Herz ist nicht nur ein metaphorischer Begriff für die Trauer um eine gescheiterte Liebesbeziehung. Dahinter verbirgt sich tatsächlich eine messbare und potenziell lebensbedrohliche Realität. Der tragische Tod von Marjane Satrapi, Autorin des weltberühmten Comix “Persepolis” mit nur 56 Jahren führt vor Augen: Tiefe Trauer und sozialer Entzug können uns zerstören. Es heißt, sie sei an der Trauer über den Verlust ihres geliebten Mannes, Matthias Ripa, gestorben. Tatsächlich unterscheidet sich die klinische Trauer nach einem Todesfall von der traumatischen Ungewissheit und dem klassischen Liebeskummer bei einer Trennung. Was genau ist das Broken-Heart-Syndrom und wie lässt sich ein tiefer Liebeskummer überstehen? Der Tag fragt, was passiert, wenn das Herz bricht? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Dr. Stephanie Grabhorn, Chefärztin der Blomenburg Privatklinik sowie dem Kardiologen Prof. Norbert Frey von der Uni Heidelberg, mit Elena Sohn, Trauerbegleiterin, Autorin und Gründerin der Beratungsplattform “Die Liebeskümmerer” und mit der Schriftstellerin Amelie Fried. Podcast-Tipp: SWR - Herz ohne Filter/ Toxische Beziehungen - Wenn Liebe weh tut Am Anfang ist es die ganz große Liebe und dann geht der Horror los: Manipulation, Demütigung, Machtspiele, Gewalt. Menschen, die in einer toxischen Beziehung sind, fällt es sehr schwer, sich daraus zu lösen. Warum ist das so? Was ist eigentlich eine toxische Beziehung, wie entsteht sie und wie kommt man da wieder raus? Darüber spricht Sabine mit der Psychotherapeutin Anne Johne. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6ce964f22bac2cf9/
Seit der vergangenen Woche greift sie nun: die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. GEAS gilt seit dem 12. Juni EU-weit und damit auch in Deutschland. Die neuen Rechtsakte verändern die Asylverfahren grundlegend und fordern von den EU-Staaten Härte und Solidarität. Die Reform sollte Migration europäisch ordnen, doch die Praxis zeigt unterschiedliche Wirkungen: Grenzkontrollen, nationale Alleingänge, Abschreckung. Die Einigkeit über die Praxis ist instabil in Europa. So riskieren Staaten den Bruch mit Brüssel, um innenpolitisch Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Dazu kommen neben GEAS neue EU-Beschlüsse wie die Rückkehrverordnung und geplante Return-Hubs, die die öffentliche Debatte über Asyl weiter befeuern. Die Politik verspricht der Bevölkerung durch die Reform und Verordnungen bessere und schnellere Kontrolle, bewegt sich dabei juristisch aber auf dünnem Eis. Diskutiert wird außerdem, was moralisch und humanitär vertretbar ist. Denn was bedeutet all das für die geflüchteten Menschen? Und löst dieser politische Kurs die logistischen Probleme in den Kommunen? Wie kann der europäische Traum vom gemeinsamen Grenzmanagement umgesetzt werden? Und welche gesellschaftlichen und ethischen Werte stehen dabei auf dem Spiel? Darüber sprechen wir mit Svenja Niederfranke vom Zentrum für Migration der DGAP, mit dem Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrates, Hamado Dipama, und dem Asylexperten Daniel Thym. Außerdem zu Gast: Karl Kopp, Geschäftsführer von Pro Asyl, und Kerstin Schlögl-Flierl vom Deutschen Ethikrat. Podcast-Tipp: Kaffee, extra schwarz. Der Podcast mit Mansour und Mayer-Rüth: GEAS - kommt jetzt die Asylwende? Gespräch mit Prof. Ruud Koopmans Professor Ruud Koopmans ist Migrationsforscher an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im neuen BR-Podcast "Kaffee, extra schwarz" sprechen der Autor Ahmad Mansour und der Journalist Oliver Mayer-Rüth mit ihm über GEAS. In knapp 30 Minuten beleuchten die beiden unterhaltsam, fundiert, provokant regelmäßig ein wichtiges Thema. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:1a8fec8fe02a6688/
WM 2026: Der Fußball könnte wieder einmal die Welt vereinen - so der Traum. Stattdessen hagelt es schon jetzt Kritik von sehr vielen Seiten. Dieses Ereignis werde den „größten CO2-Fußabdruck“ in der Geschichte des internationalen Sports hinterlassen, glaubt die Universität Lausanne, wenn rund sechs Millionen Fans zwischen 16 Spielorten mit großen Distanzen unterwegs sind. Die FIFA hat die WM von 64 auf 104 Spiele vergrößert und wird vor allem mit Erlösen in Milliardenhöhe selbst davon profitieren, so weitere Befürchtungen. Und was bleibt für die Menschen in den Austragungsländern beim Ansturm von Fans, drastischen Sicherheitsmaßnahmen und zu teuren Tickets? Diese Frage stellt sich auch bei anderen Sport-Großveranstaltungen wie Europameisterschaften oder Olympischen Spielen. Wie können solche Großereignisse so ausgerichtet werden, dass sie nicht zum Albtraum für die Bevölkerung werden? Und wo bleibt eigentlich der Spaß am Spiel? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit Helena Raspe von Misereor, mit Eckart Maudrich von Nolympia Hamburg, dem Sportwissenschaftler Jörg Königstorfer und dem ARD-Sportreporter Philipp Hofmeister, der auch von dieser WM berichtet. Podcast-Tipp: Behind The Games - Wer den Sport kontrolliert? Seit zehn Jahren ist Gianni Infantino FIFA-Präsident und dabei so mächtig wie kein Fußballfunktionär vor ihm. "Behind The Games” blickt tief in das raffinierte System Infantino und erzählt bisher unbekannte Hintergründe zur Fußball-WM 2026. https://www.ardsounds.de/sendung/behind-the-games-wer-den-sport-kontrolliert/urn:ard:show:35e9fc449f24e316/
Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass eine Vielzahl der Dinge, die wir täglich benutzen, den Stempel „Made in China“ trägt. Früher waren diese Haushaltsgegenstände günstig und meist von minderer Qualität. Das hat sich geändert: Inzwischen kommen hochwertige Elektroartikel bis hin zu E-Autos aus China und drängen auf den europäischen Markt, sodass die einheimische Industrie unter Druck gerät. Denn was dem chinesischen Binnenmarkt an Kaufkraft fehlt, versucht er durch Exporte auszugleichen - und die Abschottung der USA tut ihr Übriges. Worauf müssen wir uns in Deutschland einstellen, wenn zunehmend günstige Waren aus China zu uns kommen, aber dringend benötigte Rohstoffe wie Seltene Erden ausbleiben? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft, mit Prof. Aoife Hanley von der Kiel Institute China Initiative, mit unserem Brüssel-Korrespondenten Andreas Meyer-Feist und der Korrespondentin in Shanghai Eva Lamby-Schmitt. Podcast-Tipp: Welt.Macht.China Was macht China zur Weltmacht und was macht China mit der Welt? Wie funktionieren Politik, Wirtschaft, Kultur und Technik in der Volksrepublik? Und wie sieht der Alltag dort aus? Joyce Lee und Axel Dorloff sprechen darüber im ARD-Podcast „Welt.Macht.China“ mit aktuellen sowie ehemaligen China-Korrespondenten und -Expertinnen. Sie liefern tiefere Einblicke in das Land, Hintergründe, Analysen und Beobachtungen - und räumen nebenbei mit so manchem Vorurteil und Klischee auf. https://www.ardsounds.de/sendung/welt-macht-china/urn:ard:show:b5d8f07b1baa22d0/
Haben Sie auch schon Ihr Mikrobiom analysieren lassen, wiegen Sie täglich die Ballaststoffe in Ihrem Essen oder sind Sie Team „Pflanzen-Challenge“? Dann liegen Sie voll im Trend. Was wir essen und was unser Körper daraus macht, beschäftigt viele Menschen, denn wir wissen mittlerweile mehr über den Darm, in dem Immunsystem, Psyche und Hormone mit der Ernährung zusammenspielen. Und andere machen Geld daraus, dass sich Menschen für ihren Darm mehr denn je interessieren, bieten Tests sowie Beratung mit zweifelhaften Versprechen an. Warum ist der Darm für unsere Gesundheit so bedeutend? Wie eng arbeitet er mit unserem Hirn zusammen? Und was können wir wissenschaftlich erwiesenermaßen dem Verdauungsorgan und damit dem ganzen Körper Gutes tun? Darüber sprechen wir mit der Ernährungsmedizinerin Luisa Werner, dem Gastroenterologen Ulrich Pape und dem Künstler Mike Bouchet. Podcast-Tipp: Die blaue Couch Dr. Ulrich Selz, Darm Doc Als Kind hatten er und sein Bruder selbst massive Darmprobleme, heute beschäftigt er sich intensiv mit unserem "Bauch-Gehirn". Warum wir einen Regenbogen essen sollten, wie der Magen knurrt, was Fasten bewirkt und warum es bei ihm daheim keine Süßigkeiten-Schublade gibt, darüber spricht Ulrich Selz mit Dominique Knoll. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e00791e0b4a3f378/
Wie in vielen anderen Ländern gewinnen auch in Deutschland rechtsextreme und autoritäre Kräfte an Einfluss. In Umfragen ist die AfD die stärkste politische Partei. Hilflos beobachten wir, wie eine gemeinsame Wirklichkeitsebene zerfällt, in unterschiedliche Blasen und Medienräume, die Zuspitzungen belohnen, anstatt Lösungsansätze zu fördern. Es gibt eine Vielzahl von Krisen, die unsere Sicherheit und unseren Wohlstand bedrohen. Bei vielen wächst die Angst vor Armut und Ausgeschlossensein, was irrationale Feindbilder und den Wunsch nach einfachen Lösungen befördert. Klare politische Antworten fehlen ebenso wie eine durchdachte Prävention. Wenn demokratische Perspektiven viele Menschen nicht mehr überzeugen, was hilft dann gegen das Erstarken des Rechtsextremismus? Darüber spricht Ulrich Sonnenschein mit den Politikwissenschaftlern Hajo Funke und Wolfgang Merkel, mit Karolin Schwarz, Expertin für Rechtsterrorismus und Desinformation im Internet, dem Autor Hasnain Kazim, der sich für den interkulturellen Dialog stark macht und mit Lea Lochau von der Amadeu Antonio Stiftung, die den Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention koordiniert. Podcast-Tipp: ARD Radiofeature Heilige Krieger - Christfluencer und die Neue Rechte Das ARD Radiofeature zeigt wie Religion auf Social Media funktioniert, wie neurechte Aktivisten das Christentum als Bollwerk gegen Liberalismus, Feminismus und Vielfalt beanspruchen und die Kirchen versuchen ihre Definition universaler christlicher Werte in einer Welt im Wandel zu verteidigen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:8b35b1523073b67d/
Sirenen heulen, das Handy warnt, der Strom fällt aus - und was passiert dann? Durch den Krieg in Europa, Cyberangriffe und Extremwetter hat sich die Sicherheitslage in Deutschland deutlich verschärft. Deshalb soll das Land jetzt krisenfester werden. Mit einem neuen Pakt für den Bevölkerungsschutz will die Bundesregierung zehn Milliarden Euro in Zivilschutz und Vorsorge investieren. Doch viele Experten und Hilfsorganisationen bezweifeln, dass die Pläne ausreichen. Wie gut sind wir auf Blackouts, Katastrophen und Co vorbereitet? Was macht Staat und Gesellschaft krisenfest, genügen die Vorschläge der Regierung und wo sollten wir selbst aktiv werden? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit der Sicherheitsexpertin Helena Quis, Michael Schnatz vom ASB, Lars Gerhold, Psychologieprofessor an der TU Braunschweig und Peter Aurnhammer, Gründer und Geschäftsführer des Deutschen Schutzraum-Zentrums. Podcast-Tipp: Die Großen Fragen in 10 Minuten Wer überlebt die Apokalypse? Die Prepper-Szene bereitet sich konzentriert auf den Tag X vor - den Tag, an dem ein Dritter Weltkrieg oder eine andere Apokalypse den Planeten unbewohnbar machen könnte. Aber kann man sich auf so etwas überhaupt vorbereiten? Kann man das überleben? Das Leben hat bisher jede vergangene Apokalypse, jedes Massensterben überstanden. Irgendeine Spezies hat es immer geschafft. Doch was ist das Geheimrezept, um Katastrophen zu überstehen? Welche erfolgreichen Strategien hält das Leben bereit? Diese Episode widmet sich den Grundprinzipien von Leben und Überleben, der Frage, wie flexibel Leben eigentlich ist, und was das Wort "lebensfeindlich" überhaupt bedeutet. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a4cbcaaaab41cfae/
„Aus Fehlern kann man lernen“, heißt es. Aber das ist oft einfacher gesagt als getan. Denn Fehler tun weh, stören unseren Perfektionismus, erzeugen Angst vor Scham und Blamage. Gerade in unserer Leistungsgesellschaft gilt Scheitern noch immer als Makel, über den man lieber schweigt. Warum ist das so? Können wir lernen, offener mit Fehlern umzugehen und was würde das verändern? Über persönliche Krisen, politische und wirtschaftliche Fehlentscheidungen und die Frage, warum eine echte Fehlerkultur so schwer ist, spricht Barbara Pieroth mit der Autorin und Speakerin Melanie Amelie Opalka, dem Politikberater und Publizisten Martin Fuchs, der Bloggerin und Unternehmerin Béa Beste und mit Jutta Stahl, Professorin für Psychologie an der Uni Köln. Podcast-Tipp: Wie wir ticken - Euer Psychologie Podcast So nicht! - Wie Feedback konstruktiv gelingt Wie gelingt Feedback und wie nimmt man Kritik an? Eine wertschätzende Feedbackkultur braucht psychologische Sicherheit in Teams. Gutes Feedback kann Menschen weiterbringen. Ein Podcast von Sofie Czilwik. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5c915df5d1a1c332/
Migration. Demokratie. Medien. Kaum ein Thema, bei dem wir uns noch einig zu sein scheinen. In sozialen Netzwerken wird gestritten, in Talkshows diskutiert, im Alltag oft geschwiegen. Viele haben das Gefühl: Deutschland driftet auseinander. Aber stimmt das überhaupt? Für das ARD-Projekt „Was Deutschland verbindet“ sind 84 Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten und ganz unterschiedliche Lebensrealitäten haben, zusammengekommen. Nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Kommentarspalten. Sondern von Angesicht zu Angesicht. Sie haben diskutiert, widersprochen, zugehört. Was verbindet uns in Deutschland noch? Können wir unterschiedliche Meinungen noch aushalten? Oder haben wir verlernt, miteinander zu reden? Und warum wirkt unsere Gesellschaft oft gespaltener, als sie vielleicht ist? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit zwei Teilnehmern des Projekts sowie mit der Projektleiterin Nina Pater. Außerdem klären wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan-Hinrik Schmidt und dem Soziologen Prof. Stephan Lessenich, wie es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht. Doku-Tipp in der Mediathek: Die Dokumentation zum Projekt gibt es in der ARD Mediathek zum Streamen: https://1.ard.de/WasDeutschlandverbindet?c=DERTAG
Migration. Demokratie. Medien. Kaum ein Thema, bei dem wir uns noch einig zu sein scheinen. In sozialen Netzwerken wird gestritten, in Talkshows diskutiert, im Alltag oft geschwiegen. Viele haben das Gefühl: Deutschland driftet auseinander. Aber stimmt das überhaupt? Für das ARD-Projekt „Was Deutschland verbindet“ sind 84 Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten und ganz unterschiedliche Lebensrealitäten haben, zusammengekommen. Nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Kommentarspalten. Sondern von Angesicht zu Angesicht. Sie haben diskutiert, widersprochen, zugehört. Was verbindet uns in Deutschland noch? Können wir unterschiedliche Meinungen noch aushalten? Oder haben wir verlernt, miteinander zu reden? Und warum wirkt unsere Gesellschaft oft gespaltener, als sie vielleicht ist? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit zwei Teilnehmern des Projekts sowie mit der Projektleiterin Nina Pater. Außerdem klären wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan-Hinrik Schmidt und dem Soziologen Prof. Stephan Lessenich, wie es um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht. Doku-Tipp in der Mediathek: Die Dokumentation zum Projekt gibt es in der ARD Mediathek zum Streamen: https://1.ard.de/WasDeutschlandverbindet?c=DERTAG
„Jedermann weiß, dass mit der Kultur auch die Macht verbunden ist“, hat der Historiker Leopold von Ranke gesagt. Auf jeden Fall wissen das offenbar diejenigen, die dabei oder darauf aus sind, sich kultureller Einrichtungen zu bemächtigen: In den USA baut Präsident Donald Trump Museen und das Kennedy-Center in seinem Sinne um. In Frankreich kauft der rechtsgerichtete Milliardär Vincent Bolloré den Sender Canal Plus, die wichtigste Finanzquelle des französischen Kinos, und schickt Filmschaffenden, die sich kritisch geäußert haben, die Kündigung. In Polen hat die Regierungszeit der nationalkonservativen PiS-Partei tiefe kulturelle Spuren hinterlassen. Und in Sachsen-Anhalt fürchtet die „Stiftung Bauhaus Dessau“ um ihre Existenz, falls die nächste Landesregierung von der AfD angeführt wird. Die Kultur scheint ein beliebtes Einfallstor zu sein für alle, die Macht und Einfluss ausbauen oder zementieren wollen, im Moment vor allem von ganz rechts. Warum ist das so? Weil Kultur der Förderung bedarf und deshalb besonders anfällig ist? Und weil sich mit Kultur am leichtesten das Denken und Fühlen sehr vieler Menschen erreichen und beeinflussen lässt? Kultur ist für alle. Und Kultur gehört allen. Welche Folgen hat es also, wenn einzelne Menschen oder Parteien Kultur vereinnahmen, wenn sie Kultur als Plattform für sich selbst nutzen, wenn sie Kulturschaffende und ihr Wirken unterdrücken? Und wie schwierig ist es, die bedrohte oder zerstörte Vielfalt einer Kulturlandschaft zu retten oder wiederherzustellen? Darüber spricht Moderator Oliver Glaap mit Hélène Miard-Delacroix, Politikwissenschaftlerin an der Sorbonne Université in Paris, mit Barbara Steiner, Kunsthistorikerin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, mit Axel Brüggemann, Journalist, Publizist und Host des Podcasts „Klang der Macht“, und mit dem langjährigen ARD-Korrespondenten in Polen, Martin Adam. Podcast-Tipp: Klang der Macht In dem sechsteiligen Podcast „Klang der Macht - Dresdens Freiheitskampf & Putins Kulturagenda“ zeichnen Axel Brüggemann und Jeanny Wasielewski ein erschreckend aktuelles Bild von Putins Verflechtung von Macht und Kultur - von seiner KGB-Vergangenheit in Dresden über die Panama Papers bis zum Ukraine-Krieg. https://www.ardsounds.de/sendung/klang-der-macht/urn:ard:show:db6549a6df1be026/
104 Spiele. 48 Teams. Drei Länder. Neun Milliarden Umsatz. Die Männer-Fußball-WM 2026 soll mega werden. Alle vier Jahre verbindet das Sport-Spektakel die ganze Welt. Doch während Donald Trump Amerika inszeniert, die FIFA sich selbst feiert, die Ticketpreise in die Höhe schießen und irgendwo noch ein Ball über das Spielfeld rollt, fragen sich viele: Wem gehört die WM noch? Den Fans? Den Spielern? Oder längst nur noch der Politik und dem Profit? Und trotzdem: Wir werden gucken. Oder nicht? Kann man diese WM noch mit gutem Gewissen feiern? Darüber und was uns bei dem Event noch erwartet, spricht Moderatorin Jessy Trommer mit Thomas Kessen von der Fan-Vereinigung „Unsere Kurve e.V.“ und Comedian Matze Knop, dem Kapitän der „Komiker-Nationalmannschaft”. Außerdem ordnet Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, drohende Einsätze in und vor den Stadien durch die Einwanderungs-behörde ICE ein und Henk Erik Meier, Professor für Sportsozialwissenschaften an der Universität Münster, berichtet zudem über die Stimmung bei den deutschen Fans und wie sie der WM entgegenblicken. Podcast-Tipp: Sportschau Die Sportschau bietet aktuelle Sportnachrichten, Berichte aus der Fußball-Bundesliga, Live-Audiostreams und hintergründige Reportagen. https://www.ardsounds.de/sendung/sportschau/urn:ard:show:26245f8ecddaccff/
Ebola im Kongo, das Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff. Aktuelle Meldungen lassen Erinnerungen wach werden an die Corona-Pandemie. Zwar sind sich Experten einig, dass die aktuellen Ausbrüche kaum zu einer globalen Bedrohung anwachsen, aber die Angst vor mutierten, krank machenden Viren ist zurück. Wie real ist die Gefahr einer neuen Pandemie tatsächlich? Und wären wir diesmal besser vorbereitet? Welche Lehren wurden aus Corona gezogen und wo bestehen weiterhin gefährliche Lücken? Und nicht zuletzt: Wie würde unsere Gesellschaft reagieren auf neue Lockdowns, Maskenpflicht oder Impfdebatten? Darüber spricht Moderator Oliver Glaap mit dem Virologen Stephan Becker von der Uni Marburg, dem Wissenschaftsjournalisten Kai Kupferschmidt, dem Historiker und Experten für Seuchen- und Pandemiegeschichte Malte Thießen sowie Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt. Podcast-Tipp: Die vielleicht letzten Tage der Menschheit? In Hollywood wird die Welt jedes Jahr unzählige Male in Filmen erobert, gesprengt, verbrannt, vergiftet und zerstört. Aber wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass die Party eines Tages vorbei ist und die Zivilisation endet? Wie besorgniserregend sind die Bedrohungen durch Pandemien, Nuklearwaffen, Klimawandel oder Künstliche Intelligenz? Podcast-Autor Jannis setzt sich jenseits des Katastrophenkinos nüchtern und neugierig mit den existenziellen Gefahren für unsere Zivilisation in den nächsten 100 Jahren auseinander. https://www.ardsounds.de/sendung/die-vielleicht-letzten-tage-der-menschheit/urn:ard:show:51fd70e5a9297ae8/
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern polarisiert die Menschen auch in Europa. Das konnte man zuletzt beim Eurovision Song Contest erleben, der zur Projektionsfläche wurde: Zwischen Boykott und Solidarität, Antisemitismus- und Rassismusdebatten prallen in Europa unterschiedliche Wahrnehmungen aufeinander. Aber auch in Israel, wo bei vielen Menschen das Gefühl herrscht, international isoliert zu sein und wieder andere auf mehr Druck von außen gegen die Regierung Netanjahus hoffen. Gleichzeitig erleben die Menschen in Gaza eine humanitäre Katastrophe zwischen zerstörter Infrastruktur und fehlender Versorgung. Die Lage ist verfahren: Trumps Friedensplan und die Entwaffnung der Hamas sind bisher gescheitert. Die Hisbollah-Miliz ist weiter aktiv und Leidtragende sind die Menschen, die gerne in Frieden leben würden. In dieser Gemengelage ringt auch Deutschland um eine Haltung zwischen historischer Verantwortung, diplomatischer Vorsicht und wachsender Kritik. Hadija Haruna-Oelker spricht über die Situation, mögliche Lösungen und Versöhnung mit Ofer Waldman von der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, unserer EU-Korrespondentin Sabrina Fritz, Christian Katzer, Geschäftsführer von “Ärzte ohne Grenzen”, dem Chefredakteur des Magazins „zenith“ Daniel Gerlach und der Deutsch-Palästinenserin Jouanna Hassoun, die sich mit ihrem Verein “Transaidency” für politische Bildung einsetzt. Podcast-Tipp: Machtfragen Russlands Krieg gegen die Ukraine, das Pulverfass Nahost, der unberechenbare Kurs von Donald Trump: Was geschieht gerade in den Brennpunkten und der Welt, wo drohen neue Krisen, gibt es Perspektiven, und was sind die Konsequenzen - auch für uns in Deutschland? In Zusammenarbeit mit "Streitkräfte und Strategien" berichtet die Nachrichtenredaktion von NDR Info in diesem Podcast über militärische Lagen und sicherheitspolitische Fragen. https://www.ardsounds.de/sendung/machtfragen-das-sicherheitspolitische-update/urn:ard:show:538f5e6323217a4b/
Das Grundgesetz feiert seinen 77. Geburtstag und die Demokratie verliert ihren Rückhalt. Oder doch nicht? Studien zeigen ein ambivalentes Bild: Einerseits gibt es eine Unzufriedenheit mit dem System Demokratie, den Wunsch nach autoritärer Führung. Und auf der anderen Seite werden die Werte der liberalen Demokratie mehrheitlich geschätzt. Wie passt das zusammen? Wo liegen die Missverständnisse im Miteinander, wo klafft die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit? Und welche Unterschiede zeigen sich im Demokratieverständnis der Menschen in West- und Ostdeutschland? In jedem Fall sind es keine einfachen Zeiten für die Demokratie, die von Dialog und Auseinandersetzung lebt. Und die Menschen braucht, die sie praktisch umsetzen und jetzt auch Ideen, um ihre Krise zu überstehen. Diese Ideen sucht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit Andreas Zick, Sozialpsychologe und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, mit dem Journalisten und Autor Arnd Henze, mit Anna-Lena von Hodenberg von HateAid und Robert Vehrkamp vom Programm „Demokratie und Zusammenhalt“ der Bertelsmann Stiftung. Podcast-Tipp: BR24 - Politik und Hintergrund: Wie repariert man eine Demokratie? In Polen versucht Donald Tusk, eine von Rechtsnationalen beschädigte Demokratie zu reparieren - ein langer Weg, den Ungarns neuer Ministerpräsident Péter Magyar genau studieren dürfte. Was lässt sich aus Polens Rückweg zum Rechtsstaat lernen - und wo lauern die Fallstricke? Darüber spricht Jasmin Brock mit Martin Adam, dem ehemaligem ARD-Korrespondenten in Warschau, der kürzlich ein Buch zu genau diesen Fragen veröffentlicht hat. Außerdem: Die FDP in der Krise (Gespräch mit Politikwissenschaftler Thorsten Holzhauser) und politisch äußerst turbulente Zeiten in Großbritannien (Gespräch mit Christoph Prössl, ARD London). https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ced530f6e9eea812/
Stillstand und eine brüchige Waffenruhe in einem angeschlagenen Staat. Der Krieg mit den USA und die Spannungen mit Israel verändern den Iran mehr und mehr. Nach den Bombennächten herrscht dort die Angst vor neuen Eskalationen und die Versorgungslage für die Menschen verschlechtert sich. Während das Regime versucht, mit Propaganda und Kontrolle Stärke nach außen zu demonstrieren, schwindet bei vielen die Hoffnung, dass sich im Land noch etwas zum Positiveren verändern lässt. Gleichzeitig möchte die iranische Diaspora eben diese Hoffnung nicht aufgeben. Der Konflikt verändert auch die Machtverhältnisse in der Region. Welche Rolle spielen die Golfstaaten dabei? Wie stabil ist das iranische Regime noch? Was machen die Internetsperren und die schlechte Versorgung mit den Menschen im Land? Und wie viel Einfluss haben sie überhaupt auf das, was noch kommt? Darüber sprechen wir mit unserem ARD-Korrespondenten für den Iran, außerdem mit der Journalistin Gilda Sahebi, mit dem Islamwissenschaftler Sebastian Sons vom Bonner CARPO Institut und mit dem ehemaligen Spitzendiplomaten und Iran-Kenner Hans-Dieter Lucas. Podcasttipp: „Straße von Hormus - Ein Wirtschaftsupdate In diesem Podcast geht es darum, die Krise am Persischen Golf zu verstehen. Wo liegen die Probleme, wie beeinflusst das einen selbst und was kann man tun, um darauf zu reagieren? Neue Folgen erscheinen jeden Dienstag und Donnerstag um 16.30 Uhr in ARD Sounds. https://www.ardsounds.de/sendung/strasse-von-hormus-ein-wirtschaftsupdate/urn:ard:show:b7bf0cde2d391c5b/
Seine Markenzeichen sind Hut und Sonnenbrille. Er hat eine schnodderige Aussprache, singt auf Deutsch und seine Texte sind auch ein Stück deutsche Geschichte. Seit 1973 tourt er mit seinem Panikorchester, er wohnt seit Jahrzehnten im Hotel Atlantic in Hamburg und sein erster kommerziell erfolgreicher Hit war „Alles klar auf der Andrea Doria“. Diese Beschreibung dürfte mehr als ausreichen, um erkennbar zu machen, dass es um Udo Lindenberg geht, der jetzt 80 Jahre alt wird. Über diesen außergewöhnlichen Musiker sprechen wir mit der Radio-Ikone Werner Reinke, mit Cornelia Quast, die eine Doku über Udo gemacht hat, mit Marco Schimpke, der schon als kleiner Junge in der DDR ein Fan von Udo war und mit Christoph Jürgensen der sich als Literaturprofessor an der Uni Bamberg mit Protestpop und Krautrock beschäftigt hat. Podcast-Tipp: NDR2 - Udo. Ein Leben an der Grenze Ein kleiner Junge mit großen Träumen bricht aus. Raus aus der grauen Provinz, will er die Musikwelt verändern. Er träumt von Ruhm, Reichtum und den großen Bühnen. Er feiert große Erfolge. Und stürzt immer wieder ab. Begleitet von Ängsten und Alkohol. Und dann gelingt Udo Lindenberg etwas, das ihm niemand mehr zugetraut hätte. Dieser Podcast erzählt von einem Künstler, der Grenzen sprengt: körperlich, seelisch, politisch. Wie wurde Udo zu Udo? Wie wurde aus dem kleinen Jungen mit Ängsten der größte Rockstar Deutschlands? Und wie lebt man ein Leben zwischen Exzess und Erneuerung? https://www.ardsounds.de/sendung/udo-ein-leben-an-der-grenze/urn:ard:show:2c0e4a243b0dd157/
Wir alle können jederzeit betroffen sein. Wir alle können früher oder später, schleichend oder von jetzt auf gleich, pflegebedürftig werden. Oder die Verantwortung für pflegebedürftige ältere oder auch jüngere Angehörige haben. Und jedes Mal, wenn es so weit ist, sind Menschen gefordert und belastet: Als Pflegebedürftige und als Angehörige, als Pflegekräfte und als Verantwortliche in Heimen, Kliniken und ärztlichen Praxen. Wie können wir alle miteinander diese Herausforderung stemmen? Welche politischen Prioritäten und Weichenstellungen sind unerlässlich? Was brauchen Pflegeheime, um so gut wie möglich aufgestellt zu sein? Welche technischen Hilfsmittel kann die moderne Forschung besteuern? Und noch wichtiger: Wie lassen sich genügend motivierte Pflegekräfte gewinnen, die den Pflegebedürftigen gerecht werden, ohne selbst damit ans Ende ihrer Kräfte zu geraten? Darüber spricht Oliver Glaap mit der Kinderkrankenpflegerin Yuna Schäfer und dem Pfleger Philipp Bidinger von der Uniklinik Frankfurt, mit Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, mit Frédéric Lauscher, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe e.V. und mit Alexander König, Experte für Robotik und Systemintelligenz an der TU München. Podcast-Tipp: Wissenswerte: Robotik-Forschung in Deutschland Roboter faszinieren uns: Etwa jene, die Kampfkunst-Choreographien vorführen. Dann gibt es die viel beschworenen Pflegeroboter, die auf Gesundheitsmessen vorgeführt werden. Aber sind die wirklich eine Hilfe? Darüber spricht Anna Corves mit dem Robotikforscher Oliver Brock. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:993e934319dde334/
Seit Jahren sinken in Deutschland die Geburtenzahlen. Im vergangenen Jahr wurden so wenige Babys geboren wie noch nie in der Nachkriegszeit. Gleichzeitig verabschieden sich die Babyboomer mehr und mehr in den Ruhestand - das hat Konsequenzen: es gibt weniger Kinder, weniger Berufstätige und mehr Rentnerinnen und Rentner. Das heißt, Deutschland altert und verliert Einwohner. Ein Trend, der sich in vielen europäischen Ländern abzeichnet: hier liegt der Durchschnitt momentan bei 1, 3 Kindern pro Frau. Es sind viele Faktoren, die bei der Entscheidung "Kinder oder Keine?" eine Rolle spielen. Wir fragen nach: Weniger Kinder - woran liegt das und was bedeutet das für unsere Zukunft? Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit Carmen Friedrich vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, mit der Autorin Sarah Diehl, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat, mit Reproduktions-Professorin Brigitte Leeners von der Uni Zürich und der Direktorin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung Catherina Hinz. Podcast-Tipp: (K)ein Kinderwunsch: Welchen Einfluss hat Kultur auf die Kinderfrage? Meltem (32) hat türkische und Djey (24) angolanische Wurzeln. In dieser Folge spricht Host Verena mit den beiden darüber, an welchen Stellen die Herkunftsfamilie und der kulturelle Hintergrund der beiden bei der Kinderfrage eine Rolle spielt. Es geht um Grenzen, Druck, unsensibles und übergriffiges Verhalten, auch wenn es nur gut gemeint ist. Außerdem geht es um Meltems interreligiöse Hochzeit. Sie ist nämlich mit einem kroatischen Christen verlobt. Spätestens bei den Gesprächen über Kinder hat sie gemerkt, wie stark ihre Meinung bei Themen wie zum Beispiel Taufe oder auch Beschneidung, wenn die beiden einen Jungen bekommen, ist. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d3c99509d719f659/
Stricken, kochen, reisen - das sind nur einige der Themen in kurzen Clips auf YouTube oder Instagram. Influencer und Influencerinnen sind längst zur alltäglichen Begleitung geworden für Millionen Menschen. Je nach Interesse gibt es Tipps zum Campen, zu Geldanlagen oder zur Hundeerziehung. Und dabei entstehen Bindungen, einseitige Beziehungen zu eigentlich wildfremden Personen. Pamela Reif ist eine von ihnen. Jung, blond, schlank ist sie schon längst mehr als eine Fitness-Ikone. Sie erreicht ein Millionenpublikum und hat ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut mit eigener Marke. Solche Beispiele lassen junge Menschen träumen vom schnellen Erfolg und einer Karriere auf Social Media. Bibi ist ein anderes Beispiel. Erst erfolgreich verschwand sie plötzlich von der Bildfläche und blickt heute kritisch auf ihre digitale Vergangenheit. Was ist das Erfolgsrezept der Influencer? Warum sind besonders junge Menschen so empfänglich für ihre Angebote? Und wie können Kinder und Jugendliche dafür sensibilisiert werden, Manipulation und Abzocke von gutem Content zu unterscheiden? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit Joelle Westerfeld, Host des Podcasts „Das Imperium Pamela Reif - Workout zur Macht“, Anne Wihan, Host des Podcasts „Bibis Palace - Freundschaft für Likes“, mit dem Wirtschaftswissenschaftler Julian Voss und dem Medienpädagogen Markus Gerstmann. Podcast-Tipp: Das Imperium Pamela Reif https://www.ardsounds.de/sendung/das-imperium-pamela-reif-workout-zur-macht/urn:ard:show:66122c1a8115a8f0/
Seine Versprechen wirkten stark. Bundeskanzler Friedrich Merz versprach zu seinem Amtsantritt, die Wirtschaft durch Reformen wieder auf Wachstumskurs zu bringen, die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas aufzubauen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft wiederherzustellen. Heute ist die Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit der Bundesregierung. Merz gehört just zu den unbeliebtesten Politikern. Er steht weiterhin im Schatten seiner Vorgängerin Angela Merkel. Während „Die Welt“ schreibt: "Merz merkele”, fragt die “taz”: „Kann er Kanzlerin?". Die schwarz-rote Koalition muss mehrere Krisen gleichzeitig stemmen. Sie hat so viele Beschlüsse auf den Weg gebracht wie kaum eine andere Regierung in gleicher Zeit. Und trotzdem fehlt der große Wurf. Welche Strategie haben Merz und sein Kabinett für Deutschland? Und wie lange halten es Union und SPD noch miteinander aus? Darüber spricht unsere Moderatorin Isabel Reifenrath mit der Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele, mit dem Ökonomen Niklas Potrafke, dem Politikexperten Albrecht von Lucke und der CDU-Influencerin Clara von Nathusius. Podcast-Tipp: BR24 Medien Ein Jahr Merz: Warum läuft die Kommunikation nicht rund? Knapp ein Jahr ist Friedrich Merz im Kanzleramt - und kaum ein politisches Thema ohne Kommunikationskrise: Aktuell Streit um Entlastungen bei steigenden Energiepreisen oder vor einigen Monaten eine Stadtbild-Debatte, die das Land polarisiert. Auch Merz selbst hat eingeräumt, dass er seine Politik besser oder anders erklären sollte. Warum läuft die Kommunikation der Merz-Regierung nicht rund? In dieser Folge von BR24 Medien spricht Linus Lüring mit Barbara Kostolnik, langjährige Hauptstadtkorrespondentin und BR-Politikredakteurin. Dabei geht es auch darum, welchen Einfluss Regierungssprecher Stefan Kornelius hat und ob es eine Rolle spielt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor keine Regierungserfahrung hatte. Außerdem: Welche Rolle spielen Medien, wenn von "Streit" oder "Kommunikationsproblemen" in der Bundesregierung die Rede ist? https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3a0ec0944aa26eae/
Die Hürden sind da, nicht nur die gut sichtbaren Stufen und Stolpersteine im Alltag. Die Barrieren für Menschen mit Behinderungen sind vielfältig, von Kita über Schule bis zum Arbeitsmarkt. Und das auch 17 Jahre nachdem die UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet wurde. Inklusion wurde zum Menschenrecht. Auch Deutschland ist damit verpflichtet, für gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu sorgen. Allerdings erfüllt Deutschland diese Vorgabe bis heute nur unzureichend, so beklagt der UN-Ausschuss, er sieht mehr Rück- als Fortschritte. Deutschland muss nachbessern; das soll mit der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes passieren. Was wird diese Reform bringen? Barrierefreiheit ist vorgeschrieben, wann wird sie Realität? Wie kann endlich für einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, zu Gesundheit, zum Arbeitsmarkt gesorgt werden? Darüber spricht Karen Fuhrmann mit der Sozialpädagogin Akina Klee, der Rehabilitationswissenschaftlerin Gudrun Wansing, dem Behindertenbeauftragten des Bundes Jürgen Dusel und Alexandra Cremer vom Netzwerk Inklusion. Podcast-Tipp: Die neue Norm Muss man drei "Behinderten" zuhören? Muss man nicht, man sollte. Karina Sturm, Jonas Karpa und Raúl Krauthausen brechen die Norm des Normalen auf und sprechen über Vielfalt, Inklusion und das Leben von Menschen mit Behinderung. https://www.ardsounds.de/sendung/die-neue-norm/urn:ard:show:f23dbe856f92f960/
Es ist kein fester Vertrag - eher ein Versprechen: Die junge Generation finanziert die Rente der Alten. Doch angesichts einer überalterten Gesellschaft und rückläufiger Geburtenzahlen hält dieser Vertrag nicht mehr so recht, was er mal versprochen hat. Im Gegenteil: Während „die Alten“ bei Wahlen die Politik bestimmen, sehen sich Vertreter der Gen Z mit immer größeren Lasten konfrontiert: Steigende Renten, Klimawandel, Wehrpflicht, hohe Mieten und wenig eigene Rente, wenn sie selbst mal dran sind. Ist das gerecht? Oder anders gefragt: Wer jung ist, sieht alt aus? Ob es in Deutschland gerecht zugeht unter den Generationen besprechen wir mit Politikwissenschaftlerin Kira Renée Kurz von der Uni Greifswald, mit Baro Vicenta Ra Gabbert, Juristin und Klimaschutzaktivistin bei Greenpeace, mit dem Volkswirt und Journalist Andreas Hoffmann sowie Rechtswissenschaftlerin Dana Schmalz vom Max-Planck-Institut. Podcast-Tipp: WDR5 spezial Bernhard Schlink: Was ist Gerechtigkeit? Alle wollen Gerechtigkeit! Besonders für sich selbst und manchmal auch für andere. Aber was ist schon gerecht? Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink über die Utopie einer objektiven Gerechtigkeit. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f999a498b471d30f/
Deutschland hat drei Jahre Stagnation oder Mini-Wachstum hinter sich. Nun könnte wegen des Iran-Kriegs auch noch eine Rezession drohen. Und da sagt die Bundesregierung: Wir müssen aus Wirtschaft wieder Wachstum machen. Speziell der Kanzler ist der Meinung, die Deutschen müssten mehr arbeiten. Von „Lifestyle-Teilzeit“ war die Rede - und die Aufregung groß. Aber hinter dieser Debatte steht ja eine viel größere Frage: Wie wollen Menschen eigentlich arbeiten? Das hat der Hessische Rundfunk in einem Meinungsbarometer abgefragt. Über die Ergebnisse sprechen wir mit Marion Kuchenny, Redakteurin bei „hr fragt“ und dem Unternehmer Michael Mohr, der an der Umfrage teilgenommen hat. Außerdem schauen wir, wie es aktuell um Homeoffice steht, wie viel Flexibilität möglich und nötig ist und was gute Arbeit ausmacht, zusammen mit Jonas Weik vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und mit Nicole Mayer-Ahuja, Arbeitssoziologin und Professorin an der Uni Göttingen. Podcast-Tipp: Quarks Daily - Teilzeit: Weniger arbeiten - besser leben? Nicht voll zu arbeiten, bietet für viele die Möglichkeit, Familie und Job unter einen Hut zu kriegen oder etwas mehr Freizeit zu haben. Auf der anderen Seite heißt das aber auch: Weniger Geld jetzt, weniger Rente später. Und dann sind da auch diese Forderungen, dass wir alle mehr arbeiten sollten. Wie entscheidet man sich da richtig? Sie finden den Podcast in der ARD Sounds App. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c2085c36829213a5/
Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, wir leben von guten Ideen. Und die gibt es glücklicherweise nach wie vor, auch wenn die Wirtschaft schwächelt. Manche Idee verwandelt sich in ein Start-up, das sich im besten Fall zu einem tragfähigen Unternehmen entwickelt. Oft geht es dabei gar nicht ums Geld, sondern darum, die Welt ein Stück besser zu machen. Aber nicht jede eigentlich sinnvolle Innovation wird auch umgesetzt. Was brauchen wir, um hier effektiver zu werden und mehr Ideen zum Abheben zu bringen? Wir sprechen mit Gustavo Campa Valenzuela, der eine KI-Plattform entwickelt hat, die Einwanderungsprozesse optimiert. Außerdem mit Verena Pausder, der Vorsitzenden des Startup-Verbands in Deutschland und mit Michael Riesener, der an der Technischen Hochschule Aachen dafür sorgt, dass mehr Ideen aus der Forschung ihren Weg in Unternehmen finden. Podcast-Tipp: SWR Kultur-Wie unser Gehirn Geistesblitze erzeugt Ein StartUp zu gründen braucht nicht nur Durchhaltevermögen sondern auch Kreativität. Aber wie entsteht Kreativität eigentlich in unserem Gehirn? Damit hat sich der Podcast "Kultur aktuell" beschäftigt. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:a41fbf978385b882/ In der hr-Serie "Ideen für die Zukunft - Start-ups in Hessen" stellen wir Gründerinnen und Gründer aus Hessen vor, die kreative Ideen für eine bessere Zukunft entwickeln. https://www.hessenschau.de/themen/start-ups-100.html
Der Tag geht auf Reisen: 4000 Straßenkilometer von Chicago bis L.A., vom Osten der USA bis an die Westküste. Wir folgen der Route 66 durch endlose Felder, durch weite Wälder und durch die Wüste - manchmal schnurgerade über Asphalt, manchmal staubig und kurvenreich durch Berglandschaften. Vorbei an einsamen Tankstellen, kleinen Motels und Burgerläden. Eine Straße wie ein Symbol für die Entwicklung eines ganzen Landes: Sie erzählt vom Handel, vom kleinen und großen Unternehmertum, von großer Freiheit und von Träumen. In diesem Jahr feiert die berühmte Route ihren 100sten Geburtstag und wir wollen ein Stück mitfahren. Uns vom wirtschaftlichen Abstieg und touristischen Wiederaufstieg der Route 66 erzählen lassen, über Sehnsucht und Fernweh sprechen und über vermeintliche Traumziele und Traumreisen. Mit Torben Börgers, USA-Korrespondent, mit Martina Zschocke, Freizeitpsychologin an der Hochschule Zittau/Görlitz, mit Harald Zeiss, Tourismusforscher an der Hochschule Harz und mit dem Reisejournalisten Wolfgang Büscher. Podcast-Tipp: Bayern 2 Radioreisen Für viele ist die legendäre Route 66 durch acht US-Bundesstaaten ein Reisetraum. Mit Dirk Rohrbach vom Podcast 50 States geht es darum, was von diesem Traum geblieben ist, außerdem besucht der Podcast das Woody Guthrie Center in Oklahoma und begleitet eine Fahrt mit dem E-Bike durch L.A. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c94d40dae6c49455/
Ein Wal strandet im flachen Wasser der Ostsee und es entwickelt sich ein Drama, das Menschen zutiefst bewegt: Von den Medien befeuert und von Radikalen zur Stimmungsmache missbraucht. Die Geschichte des Buckelwals, der „Hope“ oder „Timmy“ genannt wird, wirft Fragen auf über unser Verhältnis zu Tieren: Auf der einen Seite essen wir ihr Fleisch und wollen gar nicht so genau wissen, unter welchen Umständen die Tiere gelebt haben. Auf der anderen Seite verwöhnen wir Haustiere, die oft den Status eines Ersatz-Kindes haben. Und wir geben dem Wal einen Namen, während uns das Schicksal seiner Artgenossen oder der Meere allenfalls am Rande interessiert. Warum streicheln oder schlachten wir? Darüber sprechen wir mit dem Soziologen Marcel Sebastian, wir fragen Kerstin Schlögl-Flierl vom Deutschen Ethikrat, warum das Wal-Drama gerade jetzt in Krisenzeiten so viele Menschen bewegt, wir hören den Biologen und Wal-Kenner Wolfgang Rades und sprechen mit dem Psychologen Sebastian Bartoschek, einem Experten für Verschwörungserzählungen. Podcast-Tipp: Mit satirischem Blick widmet sich der Podcast „Bosettis Woche“ dem Drama rund um Buckelwal Timmy: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cbf5339b896fc56f/
Roter Teppich in Afrika, jubelnde Gläubige - und gleichzeitig scharfe Worte aus Washington. Papst Leo XIV. hat in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Auf seiner aktuellen Afrika-Reise prangerte er Machtgehabe und Kriegstreiberei an und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit dem US-Präsidenten Trump. Für Gesprächsstoff sorgt auch die Wahl für den Ort seiner ersten Reise. Warum beginnt er ausgerechnet in Afrika, wo die Kirche am stärksten wächst? Will er die Kirche als moralische Gegenstimme zur Weltpolitik positionieren - oder Reformen vorantreiben und die Kirche wieder stärken? Über die Mission von Papst Leo XIV. und wie politisch der Stellvertreter Christi ist, spricht Moderatorin Jessy Trommer in dieser Folge mit dem Theologen Thomas Schüller von der Universität Münster. Margit Eckholt von der Universität Osnabrück erklärt, welche Erwartungen die Katholiken hierzulande an Papst Leo stellen. Außerdem ziehen wir Bilanz seiner Afrika-Reise und analysieren seinen neuen Kurs im Vatikan. Podcast-Tipp: Streitkräfte und Strategien - Schweizergarde - Sterben für den Papst Die Schweizergarde ist die älteste Armee der Welt, seit mehr als 500 Jahren steht sie im Dienst des Heiligen Stuhls. Ihre Aufgabe ist es, den Papst zu beschützen, komme, was wolle - selbst wenn es das eigene Leben kostet. Wie wird man Gardist und was erlebt man an der Seite des Pontifex? Was macht die Schweizergarde als Arbeitgeber anders als etwa die Bundeswehr? Ist die weltpolitische Lage auch hinter den Kulissen im Vatikan spürbar? Diese und weitere Fragen sind Thema in der heutigen Sonderfolge. Host Stefan Niemann hat den Journalisten Alexander Drost zu Gast, der nach langem Bemühen ein Interview mit der Schweizergarde bekommen hat und spannende Einblicke bietet. Ein historischer und zeitgenössischer Exkurs in eine militärisch einzigartige Welt, punktgenau zum Osterfest. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:4abe3cdad070dec8/
Kaum jemand will darüber sprechen - und das ist ein Problem: Rassismus und Antisemitismus zählen zum Schulalltag, aber oft werden die Erfahrungen damit verdrängt oder relativiert. Zwar steigen die Zahlen offizieller Vorfälle, aber sie erzählen nur einen Teil der Wahrheit. Es heißt, vieles wird gar nicht erst gemeldet: aus Angst, Überforderung oder weil Schulen oder Eltern den Konflikt scheuen. Die Dunkelziffer dürfte also hoch sein. Aber wie groß ist das Problem? Warum die Abwehr, das Schweigen und wie geht es eigentlich den Opfern des Hasses? Während über Prävention und Programme diskutiert wird, agieren rechte Gruppen längst strategisch. Sie erreichen junge Menschen über soziale Medien, Codes und scheinbar harmlose Provokationen oder Witze. Und mittendrin Lehrkräfte unter Druck, die sich fragen, wie weit sie gehen dürfen. Neutral sollen sie bleiben und gleichzeitig eine demokratiebezogene Haltung zeigen. Aber geht das überhaupt? Oder ist die vielbeschworene Neutralität längst Teil des Problems? Schule gilt als Spiegel der Gesellschaft und darum stellt sich auch dort die Frage, wie sie ein sicherer Ort für alle sein kann. Darüber sprechen wir mit der Lehrerin und Autorin Laura Nickel, mit dem Jugendforscher Frank Greuel, der Psychologin Marina Chernivsky und mit dem Rechtswissenschaftler Felix Wirth Hanschmann. Podcast-Tipp: BR24 Reportage - Rechtsextremismus an Schulen - Wie Lehrkräfte damit umgehen Es ist schwierig, Lehrkräfte oder Schüler zu finden, die sich trauen von Vorfällen aus dem rechten oder rechtsextremen Spektrum an ihren Schulen zu erzählen. Zu groß ist die Angst, selbst ins Visier rechtsextremer Akteure zu geraten oder den guten Ruf ihrer Schule zu gefährden. Ende letzten Jahres hatte der Bayerische Rundfunk staatliche und kommunale Schulen im Freistaat angeschrieben: Bei der nicht-repräsentativen Befragung machten fast 600 Schulen mit. 66 Prozent von ihnen berichten von menschen- und demokratiefeindlichen Vorfällen im Schuljahr 2024/25. 74 Prozent ordneten die Vorfälle dem politisch rechten Spektrum zu. Eine bayernweite Statistik gibt es nicht. Nun haben einige Betroffene für diese BR24-Reportage von Claudia Steiner ihr Schweigen gebrochen und von menschenfeindlicher Hetze berichtet - aber auch von Zeichen der Hoffnung, wie positiv Demokratiebildung im Unterricht wirken kann. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:78e5531300687dda/
Es vergeht fast kein Tag, an dem in den Nachrichten nicht über Kriege, unterdrückte Proteste, bombardierte Städte, Diskriminierung oder die Vertreibung von Millionen Schutzsuchenden berichtet wird. Internationale Menschenrechte sollen diese Vergehen eigentlich verhindern. Doch wer hält sich heute noch daran? Der neue Bericht von Amnesty International zeichnet ein düsteres Bild: Immer mehr Staaten setzen auf Macht statt auf Recht, auf Kontrolle statt auf Freiheit. Sie brechen internationale Regeln und schieben Verantwortung von sich. Die Menschenrechte sind in der Krise. Über die Ergebnisse des Reports, den Zustand der Weltgemeinschaft und die Geschichte des UN-Menschenrechtsrats spricht Moderatorin Jessy Trommer mit Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, mit Michael Windfuhr vom Institut für Menschenrechte, der Autorin Nathalie Klüver und der Professorin für Menschenrechtspolitik Katrin Kinzelbach. Podcast-Tipp: SWR Kultur Das Wissen Ob wir über die Überwachungssoftware Palantir reden oder über eine Klarnamenpflicht - bei diesen Themen sind Menschenrechte berührt, an die früher niemand dachte. Gerichte haben auch schon den Klimaschutz als Menschenrecht anerkannt. Sind Menschenrechte gar nicht so universell und ewig wie sie oft scheinen? Gábor Paál spricht mit der Rechtswissenschaftlerin Paulina Jo Pesch https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:606c63d6c4e8426e/
Wir trennen, recyceln, füllen Biotonnen und Altkleider-Container. Dann wird alles abgeholt und ordentlich entsorgt oder weiterverwertet. Tatsächlich? Weltweit wächst der Müllberg: Zwei Milliarden Tonnen Abfall pro Jahr - und ein Großteil davon landet dort auf Deponien, in Flüssen, in anderen Ländern. Reiche Gesellschaften produzieren den meisten Müll - und exportieren die Probleme gleich mit. Gleichzeitig wird Müll zur Gefahr: für Umwelt, Klima und Gesundheit. Städte versinken im Abfall und Meere werden zu Plastiklandschaften. Die Lebensbedingungen in stark verschmutzten Gebieten sind oft katastrophal und gesundheitsgefährdend. Was tun? Gibt es einen Ausweg aus der Wegwerfgesellschaft? Was nutzt Recycling und kann eine echte Kreislaufwirtschaft funktionieren? Was verrät unser Umgang mit Müll über uns als Gesellschaft - heute und in der Geschichte? Und welcher Zusammenhang besteht eigentlich zwischen unserem Müll und der Klimakrise? Darüber sprechen wir mit Christina Dornack, Professorin für Abfallwirtschaft, Chemieprofessor und "Müllschwimmer" Andreas Fath von der Hochschule Furtwangen, der Historikerin Franziska Neumann und Henning Wilts, Volkswirtschaftler und Experte für Kreislaufwirtschaft. Podcast-Tipp: Mitreden! Deutschland diskutiert Essen to go, Müll bleibt - Zeit für die Verpackungssteuer? Einen Kaffee für unterwegs, die Pizza im Karton für die Mittagspause auf der Parkbank, dazu eine Dose Cola. Das Leben kann so einfach sein - und erzeugt Müll. Die Stadtreinigungen kommen kaum hinterher: Mülleimer quellen über, viele Parks und Grünflächen sind verdreckt. Kann eine Verpackungssteuer helfen, das Problem zu lösen? Diskutieren, zustimmen, widersprechen: Zweimal die Woche diskutieren Menschen mit den unterschiedlichen Perspektiven. https://www.ardsounds.de/sendung/mitreden-deutschland-diskutiert/urn:ard:show:2ff59393cea07773/
Über 11 Millionen Deutsche sind in einem Fitnessstudio angemeldet. Das ist ein historischer Höchststand. Etwa 13 Prozent der Bevölkerung wollen sich also mehr bewegen. Wieviele davon tatsächlich auch regelmäßig trainieren, das ist eine andere Frage. Aber das Bewusstsein dafür, dass es gut wäre, sich sportlich zu betätigen, das ist offenbar vorhanden. Wer Muskeln aufbauen will, der braucht Proteine. Entsprechend boomt auch der Markt der Nahrungsergänzungsmittel. Die einen tun zu wenig für ihren Körper, die anderen vielleicht zu viel? Wir sprechen über Fitness, Ernährung und Gesundheit mit dem Sportwissenschafler und Autor Prof. Dr. Ingo Froböse, mit dem Leiter des Deutschen Sport- und Olympiamuseums Köln Dr. Andreas Höfer, mit dem Sportpsychologen Prof. Dr. Chris Englert von der Uni Frankfurt, und dem Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl. Podcast-Tipp: Bayern 2 Radio Wissen Droge Sport - Sucht mit Entzugserscheinungen Joggen, Rad fahren, Gewichte stemmen - Bewegung und Körpertraining versprechen Fitness und Schönheit und: Sport ist gesund. Aber nicht immer. Es gibt auch ein Zuviel. Denn Sport kann süchtig machen. Und das ist alles andere als gesund. Denn es drohen ernsthafte Entzugserscheinungen. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9ec8f77e4e0b542e/
Wenn es eng wird in der Meerenge, wenn das Öl nicht mehr läuft wie geschmiert, wenn uns beim Tanken immer mehr Geld abgezapft wird, dann spüren wir, in welch klebrige Abhängigkeiten wir uns gebracht haben. Wie kommen wir da wieder raus? Das fragen wir uns - und meinen damit zunächst einmal die finanzielle Klemme, in der wir nun stecken. „Die Politik kann Menschen und Unternehmen nicht vor allen Verwerfungen auf den globalen Märkten schützen“, hat der Bundeskanzler gesagt. Aber seine Koalition aus Union und SPD sieht sich genau dazu gedrängt. Und wie schon frühere Regierungen in früheren Energiekrisen studiert und probiert, debattiert und beschließt sie immer wieder Maßnahmen, um uns von drückenden Energiepreisen zu entlasten. Aber stehen wir mit diesem Ansatz nicht allesamt selbst auf dem Schlauch? Müssen wir nicht endlich raus aus fossiler Abhängigkeit, um nicht jedes Mal wieder in eine finanzielle Energie-Klemme zu geraten? Könnte also das Öl, das uns jetzt so teuer zu stehen kommt, gerade dadurch zum Schmierstoff werden - für eine entschlossene Energiewende? Darüber spricht Oliver Glaap mit Michaela Schröder, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband, mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Uni Frankfurt), mit Stephan-Andreas Casdorff, Editor-at-large beim „Tagesspiegel“ und mit Claudia Kemfert, Energieökonomin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Podcast-Tipp: Plusminus. Mehr als nur Wirtschaft Neue Energiekrise, neue Inflation - wie hart trifft es uns? Die Spritpreise sind erst der Anfang: Die Hintergründe zu Inflation und Lieferketten, was uns noch bevorsteht und wie wir damit umgehen. Der Krieg im Nahen Osten trifft die Menschen dort schwer. Gleichzeitig wirkt er sich weltweit auf die Wirtschaft aus. In dieser Folge ordnet die Journalistin und Volkswirtin Christine Bergmann aus dem Plusminus Team im Gespräch mit David Ahlf ein, was wirtschaftlich auf uns zukommen könnte. Ist das die schlimmste Energiekrise jemals? Was bedeutet der Krieg für Rohstoffe und Lieferketten und damit am Ende für die Preise? Es geht um Gegenstrategien und das, was ihr für euren Geldbeutel tun könnt. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ea7f73952b39f5e4/
Konflikte mit Worten zu lösen, statt zuzuschlagen, das fällt vielen Menschen schwer. Gerade Jugendliche, die zuhause schon Gewalt erfahren haben, werden selbst auch schnell gewalttätig. Und dann ist die Gefahr groß, dass da eine kriminelle Karriere droht. Das ist schlecht für jeden Einzelnen und schlecht für die gesamte Gesellschaft. Deshalb wird viel in Präventionsprojekte investiert. Aber: Wo kann man da am effektivsten ansetzten? Welche Delikte begehen die Jugendlichen am häufigsten, wie kommen sie wieder raus aus der Gewaltspirale? Darüber wollen wir sprechen mit Prof. Britta Bannenberg, Kriminologin und Gewaltforscherin Uni Gießen, mit dem Sozialpädagogen Peik Springmann, mit Justin Kay, der als Jugendlicher selbst kriminell war und jetzt Trainings dagegen anbietet, und mit dem Konfliktforscher Prof. Andreas Zick. Podcast-Tipp: SWR1 Leute Maximilian Pollux: Vom Straftäter zum Anti-Gewalttrainer Drogen- und Waffenhandel, räuberische Erpressung und Körperverletzung. Dafür ist Maximilian Pollux mit 21 für mehr als zehn Jahre im Knast gelandet. Heute versucht er, Jugendliche vor einem Abgleiten in Kriminalität und Gewalt zu bewahren. Im Podcast SWR1 Leute gibt es ein Interview mit ihm zu hören. Zu finden ist der Podcast in der ARD Sounds App https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:e9945891320ed033/
„Das ist nicht gerecht!“ - „Da fühle ich mich einfach ungerecht behandelt!“ - „So eine Ungerechtigkeit!“ Ob wir ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl haben, das merken wir vielleicht zuallererst, wenn etwas nicht stimmt an der Art und Weise, wie Menschen im Unterschied zu anderen Menschen dastehen oder behandelt werden. Wenn wir meinen, dass die einen bevorzugt und die anderen benachteiligt werden. Wenn Vermögen oder Chancen ungleich verteilt sind. Und wenn die Entscheidung, wer vor Gericht Recht bekommt und wer nicht, wer bestraft und wer freigesprochen wird, uns nicht gerecht erscheint. Aber was ist eigentlich Gerechtigkeit? Nach welchen Kriterien, nach welchen Maßstäben kann man Menschen mit all ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden gerecht werden? Für die einen ist eine Gesellschaft dann gerecht, wenn alle die gleichen Chancen haben. Für andere, wenn Leistung sich auszahlt. Und wieder andere sagen: Gerecht ist, wenn jeder Mensch bekommt, was er braucht oder was ihm zusteht. Wie gerecht ist unsere Gesellschaft und in welcher Hinsicht? Wovon hängt es ab, was wir als gerecht empfinden? Warum gehen die Vorstellungen davon so weit auseinander? Und gibt es vielleicht doch so etwas wie einen gemeinsamen Kern von Gerechtigkeit, auf den wir uns verständigen können? Darüber spricht Oliver Glaap mit dem Philosophen Stefan Gosepath von der FU Berlin, dem Bildungsforscher Andreas Schleicher (OECD), dem Ökonomen Markus Grabka vom DIW und mit Bernhard Schlink, Jurist, Schriftsteller und Autor des Essays „Gerechtigkeit“. Podcast-Tipp: ARD Radiofeature Überreichtum - Wie Vermögensungleichheit Demokratie angreift. Ist in unserer Demokratie wirklich jede Stimme gleich viel wert? In Deutschland besitzen wenige Tausend Menschen so viel wie Millionen andere zusammen - und dieses Vermögen verschafft politischen Einfluss. Gilda Sahebi und Kristin Langen recherchieren, wie Vermögensungleichheit unsere Demokratie verändert - und was dagegen getan werden könnte. Unter anderem spricht ein deutscher Milliardenerbe offen darüber, wie seine Familie Macht ausübt. Das ARD radiofeature: „Überreichtum - Wie Vermögensungleichheit Demokratie angreift." Zu hören in der ARD Sounds App.“ https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:b7a955e652e2e245/
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